Ich hatte zu Beginn 88,2 kg, als ich beschlossen hab: So kann’s nicht weitergehen.
Heute wiege ich 64 kg und ja, das ist ein Unterschied.
Nicht nur auf der Waage, sondern im Kopf, im Alltag, im Spiegel.
Aber vor allem: in meiner Haltung mir selbst gegenüber.
Ich wusste lange nicht, was mit meinem Körper los ist.
Es hat alles mit der Pille begonnen ganz klassisch in der Pubertät.
Ich habe nicht plötzlich zugenommen, ich bin da regelrecht reingerutscht.
Zuerst war da die erste Pille. Ich hab’s nicht wirklich gemerkt.
Dann kam der Wechsel zu einer anderen Marke und plötzlich waren da +10 kg, ohne dass ich was „anders“ gemacht hätte.

Ich habe damals nicht gewusst, dass ich Lipödem Stadium 2 habe.
Und so ging das Drama los: Low-Carb-Diäten, tagelang nichts gegessen, dann Fressattacken.
Typisch. Und jedes Mal kam der Jojo-Effekt schneller zurück, als ich schauen konnte.

Ich konnte meinen Körper nie leiden. Schon als Kind war ich „anders“.
Mit 11 Jahren in der Pubertät während andere noch zarte Beinchen hatten,
waren meine Oberschenkel „zu breit“.
Ich wurde gemobbt. Beschimpft. Verglichen.
Und ich hab mich einfach nur geschämt.

Aber der richtige Wendepunkt kam nach meinen Operationen.
Ich dachte: „Jetzt funktioniert alles, jetzt wird’s besser.“
Falsch gedacht.
Ich habe weiter mit Low Carb gemacht und nahm trotzdem nicht ab.
Ich wusste: So geht’s nicht weiter.

Dann kam Katharina mein damaliger Coach.
Sie hat mir nicht nur einen Plan gegeben, sie hat mir gezeigt,
wie ich aus dieser Opferrolle rauskomme.
Und sie hat mich motiviert, mich selbst weiterzubilden.
Ich wusste: Ich will das nicht nur für mich
ich will auch anderen helfen, die an genau dem Punkt stehen, an dem ich mal war.
Weil ich gern mit Menschen arbeite, habe ich beschlossen,
eine Ausbildung zum Strength Coach an der PFA zu machen.
Und ich hab’s durchgezogen.

Seit dem 28.06.2025 bin ich offiziell ausgebildeter Coach.
Nicht aus Trend sondern aus Erfahrung.
Weil ich weiß, wie sich das alles wirklich anfühlt.
Ich wollte keine sein, die die Krankheit als Ausrede nimmt.
Ich wollte zeigen: „Es geht. Auch mit Lipödem.“

Ich stellte meine Ernährung um.
Ich trainierte 4–5× die Woche.

Mich frustriert bis heute, wie viele Ärzte einfach sagen:
„Da hilft nur die OP.“
Ohne zu helfen, ohne ganzheitlich zu denken.
Und wie schnell sie einem das Geld aus der Tasche ziehen.
Ich habe 16.000 € in die OP’s gesteckt, weil ich zu schnell vertraut habe.
Das würde ich heute anders machen.
(Ich bin nicht dagegen, sondern sowas sollte man definitiv gut bedenken)

Was ich meinem früheren Ich sagen würde?
Frag mehr. Informier dich. Und gib dir Zeit.

Heute bin ich diszipliniert.
Ich bin ehrgeizig.
Und ich bin stolz auf das, was ich mir aufgebaut habe.
Weil ich es geschafft habe. Mit System. Mit Geduld.
Und ganz wichtig: Ohne Ausreden.

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